Die Arbeits- und Fördergemeinschaft der Deutschen Schulvereine in Namibia (AGDS), 1956 als Dachverband der Schulen gegründet, an denen Deutsch als Muttersprache unterrichtet wird, hat sich in den letzten fünfzig Jahren getreu ihrer Zielsetzung für den Erhalt und die Förderung der Deutschen Sprache in Namibia eingesetzt. Heute sind die Trägervereine von sechs Privatschulen und vier staatlichen Schulen jeweils mit einem Mitglied im Vorstand vertreten und tragen zusammen mit sechs Vertretern der Einzelmitglieder die Verantwortung für die Arbeit und die jährlichen Projekte der AGDS.
Dem besonderen deutsch-namibischen Verhältnis trägt die Entwicklungszusammenarbeit Rechnung. Von 1990 bis 2020 erhielt Namibia über 1,4 Mrd. Euro und damit die bislang höchsten Pro-Kopf-Zuwendungen deutscher Entwicklungshilfe weltweit. Bei den Regierungsverhandlungen vom Oktober 2021 wurden 242 Millionen Euro zugesagt. Die kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen sind breit angelegt. Das Goethe-Institut wie auch die bilinguale Deutsche Höhere Privatschule Windhuk (DHPS), neun Partnerschulen (PASCH) und die Deutsche Welle engagieren sich vor Ort in umfangreicher Sprach- und Programmarbeit.
Die ELKIN / DELK ist der Zusammenschluss der deutschen evangelisch‑lutherischen Gemeinden in Namibia. Sie steht auf Grund ihres Bekenntnisses, ihrer Geschichte, ihrer Herkunft und Sprache in einem kirchlichen Zusammenhang mit der evangelischen Christenheit in Deutschland. Die Kirchenleitung koordiniert die Arbeit der ELKIN / DELK, stellt Pastoren an, kümmert sich um Verfassung, Finanzierung und Weiterbildung. Ein Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern lenkt zusammen mit dem Bischof und einigen Pastoren die Arbeit der ELKIN / DELK.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist die älteste politische Stiftung Deutschlands und gründet sich auf der Sozialdemokratie und Arbeiterbewegung. Sie ist kurz vor Namibias Unabhängigkeit, seit 1989 hier vertreten. Während der südafrikanischen Apartheidherrschaft im damaligen Südwestafrika, hatte die FES den Kampf gegen die weiße Minderheitsherrschaft für ein unabhängiges und demokratisches Namibia auf vielfältige Weise unterstützt. Es erfolgte die Einrichtung einer permanenten Niederlassung.
Das Goethe-Institut in Windhoek ist das einzige deutsche Kulturzentrum in Namibia. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache - in Sprachkursen und in Veranstaltungen zur Deutschlehrerfortbildung - und pflegt die interkulturelle Zusammenarbeit zwischen Namibia und Deutschland. Sowohl durch die Kulturprogramme, als auch im Rahmen seiner Bibliotheksarbeit, vermittelt es ein modernes, umfassendes Deutschlandbild und informiert über das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben.
In enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern hat die Hanns Seidel Stiftung (HSF) seit 1978 die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft in Namibia aktiv unterstützt. Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1990 hat Namibia seine demokratischen Institutionen weiter gefestigt. Um die Bemühungen der Regierung, den Aufbau einer starken demokratischen Gesellschaft weiter zu stärken, legt die HSF Namibia ein starkes Augenmerk auf die Förderung demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen, sowie auf "Good Governance".
Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Leitprinzipien der Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Das Auslandsbüro in Windhoek betreut Projekte in Namibia und Angola, arbeitet an der Umsetzung gesellschaftspolitischer Ziele mit einer Partnerorganisation, sowie im Rahmen von sog. Eigenmaßnahmen, mit zahlreichen Mitveranstaltern zusammen.
Die Namibisch-Deutsche Stiftung (NaDS) geht auf die Interessengemeinschaft deutschsprachiger Namibier (IG) zurück, die von 1976 bis 1990 vorrangig das Ziel vertrat, die Unabhängigkeit Namibias voranzubringen. Die NaDS ging aus der im Jahr 1992 aufgelösten IG hervor. In Bereichen der kulturellen Arbeit übernahm sie einige der Programmpunkte der IG. Von 2000 bis 2015 war die NaDS Trägerorganisation des Goethe-Zentrums in Windhoek.


